Zahlungsausfälle für den Vermieter,
Mietnomaden schädigen Vermieter erheblich

Oftmals trügt der Schein von Mietinteressenten berichtet sicoon Wirtschaftsauskünfte



Ein Traum geht in Erfüllung, Sie haben lange gespart und sich eine schöne Wohnung gekauft und nennen sich stolz Eigentümer einer Immobilie. Einen großen Teil der Kaufsumme haben Sie wahrscheinlich jahrelang mühsam angespart und innerhalb dieser Zeit auf anderen schönen Dinge verzichtet, um sich den Traum der eigenen Wohlfühloase erfüllen zu können. Den anderen Teil finanzieren Sie in kleinen Raten bequem über Ihre Hausbank, immerhin kennt Sie Ihr Bankberater bereits seit Jahren und weis über Ihre pünktlichen Sparraten. Jedoch haben Sie derzeitig beruflich bedingt noch nicht die Möglichkeit in Ihr neues Eigenheim einzuziehen und entschließen sich die Wohnung zu vermieten an einen solventen Mieter. Durch die Vermietung möchten Sie die restliche Summe des Bankkredits tilgen ohne das Sie von Ihrer eigenen Tasche noch Geld aufwenden müssen.

Um die Wohnung bestmöglich zu vermieten haben Sie keine Kosten und Mühen gescheut und einiges Kapital in den Innenausbau gesteckt, eine schöne Küche in bunten und leuchtenden Farben haben Sie speziell anfertigen lassen. Ein Mieter musste gar nicht lange gesucht werden, auf Ihre Anzeige in der kostenfreien Wochenzeitung haben sich etliche Interessenten gemeldet und Sie haben sich für einen Mann mittleren Alters entschieden. Er wirkte gepflegt und ein schicker Sportwagen blitze zudem in der Sonne. Er erzählte Ihnen wie viel er beruflich unterwegs ist und das er gerade erst befördert wurde und jetzt ein sehr gutes Einkommen habe, die Miete sei somit kein Problem. Sie sind rundum glücklich alles so schnell abgewickelt zu haben und übergeben Ihre Wohnung direkt zum nächsten Monatsanfang. Eine Kaution haben Sie nicht verlangt, der Herr machte ja auch wirklich einen guten Eindruck und Sie wollten ihn keinesfalls verärgern direkt am Anfang. Eigentlich eine sehr schöne Geschichte wenn sich diese anfängliche Euphorie bereits nicht nach kürzester Zeit gedreht hätte. Denn nach der ersten Miete des Herrn schauen Sie immer und immer wieder auf Ihren Kontoauszug und müssen verdutzt feststellen keinen Mieteingang zu verzeichnen. So geht es leider mittlerweile vielen Vermietern in der Bundesrepublik.

Schützen Sie sich vor Mietnomaden im Vorfeld und lassen Sie sich keinesfalls zur Unterschrift drängen.

Was tun gegen Mietnomaden? Als Mietnomaden werden Personen bezeichnet, die von einer Mietwohnung in die nächste ziehen, bereits mit dem Vorsatz, keine Miete zu bezahlen. Oftmals werden die Wohnungen zudem in einem verwahrlosten Zustand hinterlassen, so dass der bereits stark geschädigte Vermieter nicht nur auf den immensen Mietausfällen sitzen bleibt, sondern oftmals die Wohneinheit von Müll befreien, sowie erst einmal eine Grundrenovierung vornehmen muss, um überhaupt wieder Miete bei neuen Mietern übergeben zu können. Räumungsverfahren sind teuer und langwierig. Die gerissenen Mietnomaden wissen meistens ganz genau, dass ein eventuelles Mahnverfahren oder eine Räumungsklage den Vermieter erst einmal etliche hundert wenn nicht gar tausende Euro kostet, bevor ein entsprechendes Urteil erwirkt werden kann. Dieses Verfahren dauert jedoch mehrere Monate und in vielen Fällen sogar Jahre, da Mietnomaden oftmals Mängel geltend machen als Begründung der Nichtzahlung und hier erst einmal die Gegenseite argumentieren muss. Vermietern droht der finanzielle Ruin, zu den Kosten für langwierige Räumungsklagen, Gerichtsauslagen sowie Anwaltskosten kommen häufig noch Renovierungskosten, denn manche Mietnomaden hinterlassen ihre vorübergehende Bleibe nicht gerade besenrein.

Großer finanzieller Schaden durch Räumungsklagen und notweniger Renovierungsarbeiten.

Für viele Wohnungs- oder Hausbesitzer, die ihr Eigentum über Kredite finanzieren, droht der finanzielle Ruin. Aufgrund der stark ansteigenden Zahl von Außenständen sowie der stetig sinkenden Zahlungsmoral der Mieter ist es unabdingbar, sich mit Hilfe von Bonitätsprüfungen und Wirtschaftsauskünften vor Zahlungsausfällen gegen Mietnomaden zu schützen, so berichtet der erfahrene Rechtsanwalt Dr. Christ, gegenüber sicoon Wirtschaftsauskünfte. Er kann seinen Mandanten nur wärmstens empfehlen, eventuelle Mietinteressenten im Vorfeld auf deren Zahlungsfähigkeit hin zu überprüfen, durch eine Bonitätsauskunft oder eine schnelle Wirtschaftsauskunft da bereits viele Mieter im Vorfeld negativ aufgefallen sind. Diese kann bereits in wenigen Minuten online Klarheit über das bisherige Zahlungsverhalten des neuen Mieters bringen, da harte Negativmerkmale wie z.B. eine "Eidesstattliche Versicherung" oder weitere Schuldnereinträge wie zum Beispiel einen "Haftbefehl zur Erzwingung der Eidesstattlichen Versicherung" ersichtlich werden. Hinzu kommt noch, dass einige "Mietnomaden" oder Mieter ihre Identität verschleiern, beispielsweise mit gefälschten Selbstauskünften und gefälschten Lohn- oder Gehaltsabrechnungen. Um hier auf Nummer sicher zu gehen besteht die Möglichkeit zusätzlich zur Bonitätsprüfung eine Anschriftenermittlung zu beantragen. Hierbei wird festgestellt ob die Person denn auch tatsächlich an der angegebenen Anschrift amtlich gemeldet und tatsächlich wohnhaft ist.

Einen 100 prozentigen Schutz gibt es nicht vor Mietnomaden oder Mietausfällen, jedoch kann man einiges tun um das Risiko bezüglich Zahlungsausfällen zu minimieren.

  • Selbstauskunft: Lassen Sie sich von jedem Mietinteressenten eine sogenannte "Selbstauskunft" aushändigen in der die Eckdaten der Person aufgeführt sind. Dazu zählt neben der aktuellen Anschrift auch das Geburtsdatum oder weitergehende Kontaktdaten sowie Informationen zum derzeitigen Arbeitgeber und einen Gehaltsnachweis, am besten der letzten 3 vergangenen Monate. Diese Daten können Sie dann bequem innerhalb einer Wirtschaftsauskunft überprüfen.

  • Vor-Vermieter: Der ehemalige Vermieter kann Ihnen natürlich am besten sagen wie es denn um die Zahlungsmoral des ehemaligen Mieters bestellt ist, ein kurzer Anruf kann hier wichtige Informationen bringen auch zum Verhalten des Mieters.

  • Mietkaution: Eine Mietkaution dient für Sie als Sicherheit und zum Schutz eventueller Schäden innerhalb der Wohnung die vom Mieter verursacht wurden. Eine Mietkaution kann bis zu 3 Monatsmieten betragen. Hier können Sie sich auch eine selbstschuldnerische Bürgschaft seiner Hausbank akzeptieren, jedoch achten Sie hierbei stets auf die Gültigkeit. Sollte dies dem Mieter von der Bank verwehrt bleiben, könnte dies schon ein Indiz sein für mögliche Zahlungsschwierigkeiten.

  • Mietausfallversicherung: Hierbei handelt es sich um eine Versicherung, die im Ernstfall ausstehende Mieten Ihres Mieters übernimmt, jedoch ist hier auf die unterschiedlichen Vertragsbedingungen der Versicherungsgesellschaften hinzuweisen. Sprechen Sie am besten darüber mit einem Versicherungsfachmann Ihrer Wahl.

  • Rechtschutzversicherung: Eine Rechtschutzversicherung ist ein Schutz für den Vermieter, denn die Versicherungsgesellschaft übernimmt in einem Streitfall mit Ihrem Mieter die Kosten für Gericht und Ihren zu beanspruchenden Rechtsanwalt. Jedoch ist hier darauf zu achten, dass es sich um eine spezielle Rechtschutzversicherung für den Bereich der Vermietung handelt.

  • Bonitätsprüfung: Gehen Sie stets auf Nummer sicher und überprüfen jeden neuen Mieter auf deren Zahlungsverhalten und eventuelle negative Vorgeschichten. Dies ist auch in regelmäßigen Abständen zu empfehlen um früh genug reagieren zu können.

  • Gehaltsabrechnung: Lassen Sie sich von Ihrem möglichen Mieter die letzten Gehaltsabrechnungen zeigen sowie den Arbeitsvertrag, hierbei sollte es sich zu Ihrer Sicherheit um ein unbefristetes Arbeitsverhältnis handeln.

  • Unser Tipp: Lassen Sie sich von jedem Mieter seinen Ausweis zeigen und lassen Sie sich nicht drängen zur Unterschrift des Mietvertrages.